Die „Bismarckhöhe“

Die traditionsreiche Höhengaststätte Bismarckhöhe in Werder (Havel) ist eine prägende bauliche Dominante und ein Wahrzeichen von Werder.
30 Meter über dem Havelspiegel bietet der „Galgenberg“ einen weiten Rundblick über die Havellandschaft.
Der damalige Werbespruch - "Schönste Aussicht auf Werder und dessen Umgegend. Überwältigend! Romantisch!" - war und ist nicht übertrieben.
Die typischen Bestandteile der historischen Ausflugsgaststätte sind bis heute ablesbar.
Das bestehende historische Gebäudeensemble wird durch den Anbau des „Kleinen Ballsaals“ und die Neugestaltung der Außenanlagen wieder seine historische städtebauliche Wirkung und seine kulturelle und touristische Bedeutung erhalten.
Prägende Dominante und Höhepunkt bleiben der Aussichtsturm und der große Saalbau mit seiner charakteristischen Silhouette, der Attika mit geschweiften giebelartigen Aufsätzen, und dem prächtigen Innenraum.

Architektonisches Konzept

Das Konzept für den neuen „Kleinen Ballsaal“ ist ein lichtes und im positiven Sinne einfaches Gebäude aus Holz und Glas, eine moderne Interpretation der einem Brand zum Opfer gefallenen historischen „Restaurationshalle – Kleiner Saal“, einem längsrechteckigen Fachwerksbau.
Die einfache klare Formensprache des Neubaus korrespondiert mit dem Baudenkmal und unterstreicht durch seine Zurückhaltung dessen architektonische Wirkung. Der Anbau für den kleinen Ballsaal entwickelt dabei dennoch eine eigene Charakteristik und etabliert sich als Neubau.
Der schlichte langestreckte Baukörper des Neubaus mit flach geneigtem Dach ist baulich mit dem Altbau verbunden. An der Nahtstelle befindet sich der neue einladende Haupteingang, der sich an der Maßstäblichkeit der markanten großen Rundbogenfenster des Saalbaus orientiert und durch eine Überhöhung der Traufe abzeichnet.
Die Fassade ist in Reihen schlanker Stützen mit Glasausfachung aufgelöst. Die Stützenabstände variieren und bieten im Bereich des Saales den entsprechenden Panoramablick auf die Landschaft.
Die ehemals dem großen Saalbau nordöstlich vorgelagerte offene Veranda mit Glasdach wird in Form einer durchlaufenden, die beiden Säle verbindenden Terrasse, mit hellen Sonnenmarkisen vor dem „Kleinen Ballsaal“, wieder errichtet.