VERBESSERUNG DER AKUSTISCHEN QUALITÄT DER ZENTRALEN HALLE

Im Rahmen der Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses wird die 1.900 m²
große und ca. 18m hohe zentrale Halle des Bestandsgebäudes für Tagungs- und
Kongressnutzung zu einer Versammlungsstätte für bis zu 1.200 Personen ertüchtigt.

Die Architektur der Halle ist durch die Sichtbetonkasettendecke mit Oberlichtern,
die Sichtbetonwandflächen sowie den dunkelgrünen Natursteinboden aus Anröchter
Dolomit charakterisiert.

Das Gutachten zur Raumakustik forderte für eine gute Sprachverständlichkeit
in der Halle folgende technische Parameter als Richtwerte: Nachhallzeit ≤ 2,5s,
Sprechtransmission-Index STI = 0,65. Der STI von 0,65 wird ohne Zusatzmaßnahmen
nur bei vollbesetzter Halle erreicht.

Daher sind zur Ertüchtigung der Halle zu einer für Tagungen, Kongresse und Konzerte
geeigenten Versammlungsstätte für die Akustik zusätzliche Absorberflächen
notwendig.

Die Planung sieht neben der Hängung von Vorhängen an den Hallenenden und einem
Akustikputz an den Galerieunterseiten vor, die Hallenoberlichter akustisch wirksam
zu ertüchtigen. Hierzu werden die 1,90 m hohen Sichtbetonträger im oberen Bereich
mit einer ca. 1,00 m hohen Bekleidung aus Aluminium-Lochblech und einer dahinter
liegender Akustik-Dämmung verkleidet.

 

Akustische Ertüchtigung

MARIE-ELISABETH-LÜDERS-HAUS BERLIN

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Realisierung: 2015
Leistung: LP 5 HOAI
Projektadresse: Luisenstr. 29-30, 10117 Berlin