LEITIDEE

Der komplexe städtebauliche Kontext des Kulturforums ist das Resultat der bewegten Geschichte des
Ortes.
Das Kulturform ist geprägt durch das Scharoun‘sche Leitbild der Stadtlandschaft, die starke
Überformung der gründerzeitlichen Parzellen durch sich ergänzende Solitäre in einem fließenden
Stadtraum, und durch die Überlagerung dieses Gedankens mit der urbanen Verdichtung am Potsdamer
und Leipziger Platz nach der Wiedervereinigung.

Unser Beitrag ordnet durch die präzise Setzung einer einfachen Form die besondere städtebauliche
Situation.


STÄDTEBAULICHE EINBINDUNG

Die Scharoun‘sche Stadtlandschaft wird durch einen weiteren Solitär konsequent erweitert.
Der orthogonal zur Potsdamer Straße platzierte Riegel reagiert dabei vielfältig auf das ihn umgebende
Ensemble aus Architekturikonen, Baudenkmalen, Frei- und Straßenräumen.

Er wirkt platzbildend an der Piazzetta, indem diese in Anlehnung an die Planungen Gutbrods eine vierte
Raumkante erhält und bewahrt dennoch deren heute wichtige Raum- und Blickbeziehung zur Potsdamer
Straße.
Der Scharounplatz und der sich nach Osten öffnende Platz der Philharmonie mit dem neuen Eingang
werden klar definiert.
Zwischen dem Neubau, der Neuen Nationalgalerie und der St.-Matthäus-Kirche spannt sich ein weiter
Freiraum auf.
Die Positionierung auf der Spur des Sockelgeschosses der Nationalgalerie, offenbart dessen funktionale
und inhaltliche Einheit mit der Neuen Nationalgalerie.

Durch die Setzung des Neubaus, mit seiner Schmalseite zur Potsdamer Straße, wird die Orientierung
des Kulturforums zur Potsdamer Straße gestärkt, indem die Gebäude um die Piazzetta und die St.-
Matthäus-Kirche räumlich angebunden werden.

Kulturforum

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Auslober: Stiftung Preußischer Kulturbesitz